Efeu in der Naturheilkunde

 Nutzen von Efeu in der Naturheilkunde

Der gemeine Efeu, Hedera helix, trägt den stolzen Titel "Arzneipflanze des Jahres 2010". Als rankendes, immergrünes Schattengewächs ist er fast in ganz Europa verbreitet. Alle Pflanzenteile gelten als mehr oder weniger giftig. Doch in geringen Dosen leistet er Heil bringende Wirkung bei Erkältungskrankheiten, besonders Erkrankungen der Atemwege. Heilpraktiker  setzen ihn gelegentlich auch äußerlich und als homöopathisches Mittel ein.

Inhaltsstoffe

Der Efeu gehört zur Familie der Araliengewächse. Der höchste Anteil an Giftstoffen befindet sich in den Beeren. Therapeutisch eingesetzt werden nur die getrockneten Blätter (Hederae helicis folium). Sie enthalten einen hohen Anteil Triterpensaponine. Diese besitzen oberflächenaktive Eigenschaften und wirken in Hustensaft, -tropfen oder als Tee schleimlösend, Auswurf fördernd und krampflösend.

Aufgrund der giftigen Eigenschaften sollten Sie bei der inneren Anwendung von Efeu auf die fertigen Produkte zurückgreifen. Wer sich die Seifenanteile (Saponine) von Efeu zunutze machen möchte, kann sich selbst ein Spül- und Waschmittel aus Efeublättern, Waschsoda und Wasser zusammenmischen. Auch als sanftes Pflanzenschutzmittel leistet Efeu gute Dienste. Doch vorsichtig beim Pflücken der Blätter, manche Menschen reagieren bei Kontakt allergisch auf den Wirkstoff Falcarinol.

Anwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Als bewährtes, pflanzliches Mittel wird Efeu heute sowohl in der Schulmedizin wie auch von Heilpraktikern bei obstruktiven Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma bronchiale) therapeutisch eingesetzt.
In der Heilkunde kommt ein kalter Efeuauszug manchmal noch äußerlich zur Anwendung, als Kompresse bei Cellulite oder als Essigauflage bei Hühneraugen.

Anwendung in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Hedera Helix wird aus den jungen, verholzten Trieben des Efeus hergestellt. Meistens kommen die Potenzen D12, D30 und C30 zum Einsatz. Die häufigsten Anwendungsbereiche sind:

- Erkältungskrankheiten
- Bronchitis
- Emphysem
- Asthma bronchiale
- Gallenblasenentzündungen
- Gallensteinen
- Gelenkrheuma
- Struma (Kropf)

Die Verschreibung von Hedera helix erfolgt, wie immer in der Homöopathie, jeweils unter Berücksichtigung der passenden Symptome und Modalitäten zu diesem Mittel.