Die homöopathische Hausapotheke Teil 4

Okoubaka aubrevillei (Okoubakabaum)

Die homöopathische Substanz Okoubaka wird aus der Rinde des Okoubaka-Baumes aus Westafrika gewonnen. Ein Helfer in der Not, wenn es um die Folgen von Vergiftungen und Überreaktionen geht. Dann hilft Okoubaka in kleinen Potenzen besonders im Bereich des Verdauungstraktes und der Haut.

Leitsymptome

- Übelkeit nach Vergiftungen, Lebensmittelunverträglichkeiten
- Folgen von Umweltgiften
- Nebenwirkungen von Arzneimitteln
- Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen
- auf Reisen: vorbeugend gegen Durchfallerkrankungen
- Haut: Juckreiz Ekzeme (Urtikaria)

Modalitäten

besser: Nahrungskarenz
schlechter: Tabakrauch

Konstitution

- Gedächtnisschwäche
- Konzentrationsstörungen
- reizbar, launisch
- depressive Verstimmung


Gelsemium sempervirens (wilder Jasmin)

Gelsemium ist erst ab der Potenz D3 frei verkäuflich, denn es ist sehr giftiges Brechnußgewächs. Gelsemium gilt als ein klassisches Grippemittel und gehört somit auf jeden Fall in die homöopathische Hausapotheke. Gelsemium hat einen starken Bezug zum Nervensystem (ZNS, Rückenmark und motorische Nervenfasern). Zittern und Angstzustände begleiten die Leitsymptome.

Leitsymptome

- Grippe, Fieber (langsame Entwicklung)
- Kopfschmerzen (begleitet von Schwindel, Sehstörung, vor Migräneanfall)
- Augen, Sehstörungen (Lidzittern, schwere Lider, schwarz vor Augen)
- Prüfungsangst

Modalitäten

besser: frische Luft, Bewegung, Schwitzen, Harnlassen
schlechter: Aufregung, Kälte, feuchtes Klima, Gewitter

Konstitution

- leicht erregt
- große Erwartungshaltung
- leidet schnell unter Lampenfieber und Prüfungsangst
- klares Denken, Konzentration fallen schwer


Allium cepha (Küchenzwiebel)

Mit ihren Sulfiden und ätherischen Ölen hat Allium cepha auch als homöopathische Mittel einen starken Bezug zu den Schleimhäuten. Schnupfen und Heuschnupfen zählen zu ihren Einsatzbereichen.

Leitsymptome

- Schnupfen (meist fließendes Nasensekret, wundmachend)
- Heuschnupfen
- Bronchitis, Husten (heiser, schmerzhaft, Kitzeln im Kehlkopf)
- Erkältung, Grippe (Dumpfheitsgefühl, abends schlimmer)

Modalitäten

besser: frische Luft, Bewegung, kühlende Anwendungen, rohes Gemüse, kalte Getränke
schlechter: Nässe, warme Raumluft, abends

Konstitution

- Schlappheit
- große Traurigkeit
- Trägheit
- sehr schmerzempfindlich


Chamomilla (echte Kamille)

In der Homöopathie gilt Matricaria chamomilla (auch: Matricaria recutita) als das Kindermittel. Es wirkt besonders effektiv bei Schmerzen und Neuralgien von schmerzempfindlichen und launischen Menschen. Wer allergisch auf Korbblütler reagiert sollte Chamomilla nur in höheren Potenzen verwenden (ab C30).

Leitsymptome

- Neuralgien (Trigeminusneuralgie)
- Schmerzen aller Art
- Zahnung, Zahnschmerzen
- Menstruationsschmerzen (PMS)
- Ohrenschmerzen, Mittelohrentzündung
- Mandelentzündung

Modalitäten

besser: Kind auf den Arm nehmen, herumtragen, fahren
schlechter: Ärger, Wärme, abends und nachts, Kaffee

Konstitution

- stark reizbar
- sehr empfindlich
- weiß nicht was er/ sie will
- unruhig
- widerspenstig, streitbar