Die unerkannte Schöne: Interessantes über die Mariendistel

Die unerkannte Schöne: Interessantes über die Mariendistel

 

Heilpraktiker kennen viele Geheimnisse der pflanzlichen Wirkstoffe. In das Repertoire dieser Heilpflanzen gehört auch die Mariendistel. Oft unerkannt in ihrer Wirkung, wird sie häufig nur als zauberhafte Schönheit in der Natur wahrgenommen. Die ursprünglich aus dem Norden Afrikas und Südeuropa stammende Pflanze hat sich auch in unseren Breitengraden sesshaft gemacht. Keine geringere als die Universalgelehrte Hildegard von Bingen empfahl bereits die Mariendistel bei unangenehmen Stechen im Herzen oder auch anderen Organen.

Silymarin - Die Mariendistel schützt und stärkt die Leber

Als getrockneter Extrakt enthält die Mariendistel den Wirkstoff Silymarin. Dieser bekannte Wirkstoff wirkt unterstützend bei Lebererkrankungen, bei überdurchschnittlichem Konsum von Alkohol oder anderen Giften oder auch bei Leberzirrhose. Hier fördert Silymarin die Regeneration der Leberzellen. Der Erholungseffekt der Leber ist überaus wichtig für den Organismus, denn sie ist auch für die Entgiftung des Körpers verantwortlich.Auch der Fettstoffwechsel entscheidet sich in einer gut funktionierenden Leber. In diesem Sinne ist es also durchaus ratsam, auch der Leber eine ein- oder zweimalige Entgiftungskur im Jahr zu gönnen, damit sich dieses wichtige Organ besser erholen kann.

Die Mariendistel als zukünftiges Medikament gegen Hautkrebs?

Die Wirkstoffe der Mariendistel werden bereits auch zur unterstützenden Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt. Nun hat sich in neuen Studien gezeigt, dass die Mariendistel auch vor dem gefährlichen Hautkrebs schützende Wirkung haben kann. Dabei geht es in erster Linie um die Reparatur geschädigter Hautzellen durch UV-Strahlung. Ziel ist, zu verhindern, dass diese erst gar keinen Tumor entwickeln können und somit die Krebszelle nicht nur im Wachstum gehindert, sondern auch abgetötet wird. Besser noch als die Heilung: Eine weitere Studie zeigte, dass Silibinin auch präventiv zum Schutz der Körperzellen eingesetzt werden kann. Dem Wirkstoff Silibinin wird diese Fähigkeit nachgesagt. Und nicht nur hier, auch bei der Behandlung von Brustkrebs, Darmkrebs, Gebärmutterhalskrebs oder Lungenkrebs hat Silibinin in klinischen Studien Erfolge verzeichnet. Auch wenn bereits seit zwei Jahrzehnten an den Wirkstoffen der Mariendistel gearbeitet wird, müssen sich Patienten bis auf weiteres noch auf dementsprechende Medikamente gedulden. Bis dahin wird an einer besseren Bioverfügbarkeit und der Optimierung der Substanz gearbeitet.