Heilpraktiker verwenden Beinwell in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie

Echter Beinwell ist ein heimisches, wild wachsendes und kultiviertes Heilkraut. Die Anwendung von Symphytum officinale hat in der Heilkunde eine alte Tradition. Der Name "Bein-well" ist Programm. Mit seinen wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ist dieses Heilkraut unverzichtbar für Heilpraktiker. In der Kräuterheilkunde wie auch in der Homöopathie wird es häufig begleitend bei Knochenverletzungen eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Das hübsche violett blühende Kraut wächst gern in stickstoffreichen, feuchten Böden. Für die Verarbeitung von Heilmitteln wird es kultiviert. Verwendung finden die Wurzeln (frisch oder getrocknet) und die Blätter. Beide Pflanzenteile enthalten:

- Allantoin: Beschleunigung der Zellbildung, des Zellaufbaus
- Rosmarinsäure (Gerbstoff): antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend
- Pyrrolizidinalkaloide (Symphytin): lebertoxisch

Für die Herstellung von Salben, Globuli und Tinkturen wird in der Regel biologisch angebauter Beinwell verwendet. Die meisten Anbaugebiete befinden sich in Süddeutschland. In Klostergärten bei Augsburg wird Beinwell mit hohen Anteilen an Allantoin, Schleim- und Gerbstoffen und mit einem sehr geringen Anteil des Giftes Symphytin angebaut. Heilpraktiker verwenden für ihre Therapien in der Regel Beinwell Produkte mit eindeutiger Herkunft und garantierten Inhaltsstoffen.

Anwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Nur die getrockneten Wurzeln des Beinwells sind ein offiziell anerkanntes Heilmittel. Diese werden dann in der Regel zu Cremes und Salben für die äußerliche Anwendung weiterverarbeitet und angewendet bei:

- Knochenbrüchen
- Knochenhautverletzungen
- Verstauchungen
- Gelenkschmerzen, Arthrose
- Bandscheibenschäden
- Ischias
- Desinfizierung von Wunden

In der Heilkunde werden Salben und Tinkturen meistens begleitend zu den schulmedizinischen Maßnahmen eingesetzt. Auch frisch gesammelte Wurzeln und Blätter können zu Salben und Tinkturen weiterverarbeitet werden. Bei der privaten Herstellung einer Salbe muss auf jeden Fall auf die saubere Herkunft der Kräuter geachtet werden (keine Pestizide, Umweltbelastungen).

Anwendung in der Homöopathie

Im Rahmen einer homöopathischen Therapie ist die innere Anwendung in Form von Globuli, Tropfen oder Tabletten unbedenklich in Bezug auf das giftige Symphytin. Homöopathisch arbeitende Therapeuten verabreichen, je nach Symptomatik, am häufigsten die Globuli in den Potenzen:
- Symphytum D1 bis D6 - sehr häufige Einnahme in Notfällen
- Symphytum D12, C30 und C200 - begleitend bei Heilprozessen, chronischen Prozessen

Begleitend bei Knochenerkrankungen und -verletzungen sowie Knochenheilungsstörungen eingesetzt, fördern homöopathische Mittel einen schnellen Heilungsprozess, zum Beispiel bei:

- Knochenbrüchen
- Sportverletzungen (Knochen, Sehnen, Bänder)
- nach Operationen (an Knochen, Amputationen etc.)
- Blaues Auge (durch stumpfen Schlag)
- Arthrose-, Osteoporoseschmerzen