Schöllkraut (Chelidonium majus) - seit langem in der Volksmedizin bewährt

Das Schöllkraut kommt in Mitteleuropa recht häufig vor, unter anderem in Augsburg. Die gelb blühende Pflanze gehört zur Familie der Mohngewächse und wird sowohl vom Heilpraktiker als auch in der Volksmedizin verwendet.

Wogegen hilft Schöllkraut?

Die Pflanze trägt im Volksmund den Namen Warzenkraut. Das deutet auf eine wichtige Anwendung hin. Der gelblich-orange Milchsaft aus den Stängeln, Blättern und Blüten kan Warzen auflösen, wenn sie über längere Zeit damit 2 - 3 mal täglich betupft werden. Bei der Anwendung empfiehlt sich Vorsicht, weil die Pflanze giftig ist und bis jetzt mehr als 20 Alkaloide nachgewiesen werden konnten. Andere Anwendungsformen von Schöllkraut sind Tee und Tinktur. Schöllkrauttee dient zur Behandlung von Gallen- und Leberleiden und vielen anderen innerlichen Erkrankungen. Für den Tee werden 2 Teelöffel fein gehacktes Schöllkraut genommen und mit kochenden Wasser überbrüht. Der Tee muss 5 bis 10 Minuten ziehen. Zur Zubereitung der Schöllkraut-Tinktur werden die oberirdischen Teile des Schöllkrauts benutzt, klein geschnitten und mit hochprozentigen Alkohol übergossen. Die Mixtur wird in einer lichtdichten Flasche mindestens 10 Tage lang gelagert und vor der Anwendung filtriert. Von der Tinktur werden 5 Tropfen in Wasser gegeben und dreimal täglich genommen. Die Tinktur hilft gegen Galle- und Leberbeschwerden, sollte jedoch aufgrund sich summierender toxischer Wirkungen nicht länger als 14 Tage genommen werden. Die Anwendung von Schöllkraut sollte nur durch einen erfahrenen Heilpraktiker erfolgen, weil das Mittel unerwünschte Nebenwirkungen zeigen kann oder Reizungen bzw. Verfärbungen der Haut hervorrufen kann.

Wie wird Schöllkraut in der Homöopathie verwendet?
Das Schöllkraut wird vielseitig eingesetzt, unter anderem zur Behandlung von Kopfschmerzen, gegen melancholische Stimmungen, bei Fettleber, Hautausschlägen, Blasenkatarrh, Augenentzündung, Weißfluss und Grippe., vor allem aber zur Behandlung von Problemen mit der Galle, der Leber, der Lunge und den Nieren. Typisch für Leiden, die mit Schöllkraut behandelt werden können, ist der Fakt, dass die Symptome überwiegend auf der rechten Körperseite auftreten, zum Beispiel Schmerzen in der rechten Schulter oder auf der rechten Seite des Nackens. Die Behandlung erfolgt durch Globuli in der Dosierung ab derD6, die je nach Art der Erkrankung mehrmals täglich genommen werden sollten.