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Bärlauch in der Naturheilkunde und Homöopathie

Bärlauch in der Naturheilkunde und Homöopathie

Bärlauch, auch als Wilder Knoblauch oder Waldknoblauch bezeichnet, gilt als Heilkraut dem eine reinigende Wirkung nachgesagt wird. Schon die alten Germanen schätzten die stark nach Knoblauch riechende Pflanze, die auf natürlichem Weg gegen Verdauungsbeschwerden und Arteriosklerose hilft. In der Heilwirkung steht Allium ursinum dem echten Knoblauch in nichts nach, Bärlauch is auch in der Homöopathie sehr beliebt.

Unwohlsein und Stresssymptome mit Bärlauch lindern

Heilpraktiker sind mit den Anwendungsbereichen und Wirkungsmerkmale von Bärlauch, der in der Naturheilkunde als reines Kraut und in der Homöopathie größtenteils in Niedrigpotenz verwendet wird vertraut. Stressbedingte Blähungen, Durchfall und Verstopfung treten meist im ungünstigsten Moment auf, sodass schnelle Abhilfe wichtig ist. Hier kann der Bärlauch helfen und den Magen-Darm Trakt ohne Nebenwirkungen oder unerwünschte Begleiterscheinungen beruhigen. Auch bei Durchblutungsstörungen oder beginnender Arterienverkalkung erweisen sich die Wirkstoffe des Bärlauchs als hilfreich und können Folgeschäden vermeiden. Seelisch bedingte Hautausschläge können durch die nervenberuhigende Wirkung des Waldknoblauches gelindert werden. Das Wirkungsspektrum erstreckt sich nicht in erster Linie auf die körperlichen Symptome, sondern vor allem auf die nervliche Anspannung, durch die diese Symptome verursacht werden.

Bärlauch als Seelentröster und Nervenberuhiger

Während sich die alten Germanen auf den reinen Verzehr des Bärlauches beriefen, bietet die Heilkunde ganz unterschiedliche Bereiche der Anwendung. Bärlauch kann sowohl homöopathisch , als zubereiteter Tee oder Salatbeigabe, aber auch für die äußerliche Anwendung auf der Haut angewendet werden. Da die Pflanze im getrockneten Zustand ihre Wirksamkeit verliert, findet die Verarbeitung für eine naturheilkundliche Behandlung im frischen Zustand statt. Wenn Sie in Augsburg nach Bärlauch suchen werden Sie sicher fündig. Durch Stress verursachte Verdaungsprobleme lassen sich ganz ohne Nebenwirkungen mit Bärlauch lindern, vertraut man auf die Kraft der Heilpflanze und überzeugt sich von der wohltuenden Wirkung des Bärlauches. Die Heilkraft ist unumstritten, auch wenn Bärlauch in der Schulmedizin keine Verwendung findet. In der Behandlung nervöser Gemütszustände oder bei Verdauungsstörungen wird Allium ursinum hingegen durch seine Wirksamkeit häufig eingesetzt.

Echter Beinwell ist ein heimisches, wild wachsendes und kultiviertes Heilkraut. Die Anwendung von Symphytum officinale hat in der Heilkunde eine alte Tradition. Der Name “Bein-well” ist Programm. Mit seinen wundheilenden und entzündungshemmenden Eigenschaften ist dieses Heilkraut unverzichtbar für Heilpraktiker. In der Kräuterheilkunde wie auch in der Homöopathie wird es häufig begleitend bei Knochenverletzungen eingesetzt.

Inhaltsstoffe

Das hübsche violett blühende Kraut wächst gern in stickstoffreichen, feuchten Böden. Für die Verarbeitung von Heilmitteln wird es kultiviert. Verwendung finden die Wurzeln (frisch oder getrocknet) und die Blätter. Beide Pflanzenteile enthalten:

– Allantoin: Beschleunigung der Zellbildung, des Zellaufbaus
– Rosmarinsäure (Gerbstoff): antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend
– Pyrrolizidinalkaloide (Symphytin): lebertoxisch

Für die Herstellung von Salben, Globuli und Tinkturen wird in der Regel biologisch angebauter Beinwell verwendet. Die meisten Anbaugebiete befinden sich in Süddeutschland. In Klostergärten bei Augsburg wird Beinwell mit hohen Anteilen an Allantoin, Schleim- und Gerbstoffen und mit einem sehr geringen Anteil des Giftes Symphytin angebaut. Heilpraktiker verwenden für ihre Therapien in der Regel Beinwell Produkte mit eindeutiger Herkunft und garantierten Inhaltsstoffen.

Anwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Nur die getrockneten Wurzeln des Beinwells sind ein offiziell anerkanntes Heilmittel. Diese werden dann in der Regel zu Cremes und Salben für die äußerliche Anwendung weiterverarbeitet und angewendet bei:

– Knochenbrüchen
– Knochenhautverletzungen
– Verstauchungen
– Gelenkschmerzen, Arthrose
– Bandscheibenschäden
– Ischias
– Desinfizierung von Wunden

In der Heilkunde werden Salben und Tinkturen meistens begleitend zu den schulmedizinischen Maßnahmen eingesetzt. Auch frisch gesammelte Wurzeln und Blätter können zu Salben und Tinkturen weiterverarbeitet werden. Bei der privaten Herstellung einer Salbe muss auf jeden Fall auf die saubere Herkunft der Kräuter geachtet werden (keine Pestizide, Umweltbelastungen).

Anwendung in der Homöopathie

Im Rahmen einer homöopathischen Therapie ist die innere Anwendung in Form von Globuli, Tropfen oder Tabletten unbedenklich in Bezug auf das giftige Symphytin. Homöopathisch arbeitende Therapeuten verabreichen, je nach Symptomatik, am häufigsten die Globuli in den Potenzen:
– Symphytum D1 bis D6 – sehr häufige Einnahme in Notfällen
– Symphytum D12, C30 und C200 – begleitend bei Heilprozessen, chronischen Prozessen

Begleitend bei Knochenerkrankungen und -verletzungen sowie Knochenheilungsstörungen eingesetzt, fördern homöopathische Mittel einen schnellen Heilungsprozess, zum Beispiel bei:

– Knochenbrüchen
– Sportverletzungen (Knochen, Sehnen, Bänder)
– nach Operationen (an Knochen, Amputationen etc.)
– Blaues Auge (durch stumpfen Schlag)
– Arthrose-, Osteoporoseschmerzen

Wermut (Artemisia absinthum)

In der Natur fällt das unscheinbare Wermutkraut kaum auf. Seine kleinen, gelbweißen Knopfblüten und das graugrüne Blattwerk verzaubern nicht gerade die Sinne. Die Inhaltsstoffe haben es dafür in sich. Bekannt ist der Wermut hauptsächlich durch diverse alkoholische Getränke und seine anregende Wirkung auf die Verdauung. Artemisia absinthum, auch bitterer Beifuß genannt, gehört zur Familie der Korbblütler.


Inhaltsstoffe

Die wirksamen Inhaltsstoffe finden sich in den Blättern und Blüten des Wermuts. In der Vollblüte ist die Konzentration der Stoffe am höchsten:

Ätherische Öle
– Thujon
– Artemisinin
Bitterstoffe
– Absinthin
– Absintholid
– Isoabsinth
– Artenolid
– Artanolid
– Pharsin B, C
Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure)
Cumarine

Anwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Die Pflanzenheilkunde nutzt in der Hauptsache die anregende Wirkung der Bitterstoffe auf die Verdauungsorgane. Als Kräuteraufguss, Extrakt, Tinktur oder Fertigarzneimittel (Dragees, Kapseln) wird Wermut eingesetzt bei:

– Gallenleiden (eingeschränkte Funktion, Schmerzen)
– Völlegefühl
– Appetitlosigkeit
– Blähungen
– eingeschränkter Magensaftfluss
– gegen Parasiten (Würmer, Bakterien)
– schlecht heilende Wunden (äußerlich)
– Hautflechten äußerlich)
– Insektenstichen (äußerlich)

Wermut ist Bestandteil zahlreicher Magenbitter-Spirituosen. Als solcher wirkt er zugleich antimikrobiell, entzündungshemmend und sekretionsfördernd.


Die Nebenwirkungen von Artemisia absinthum

Bei vorgeschriebener Dosierung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei einer Überdosierung kann es jedoch zu erheblichen Vergiftungserscheinungen kommen. Thujon, ein Bestandteil der ätherischen Öle, ist ein Nervengift. Es kann diverse Krämpfe und zentralnervöse Störungen hervorrufen.
Vorsicht ist geboten bei:

– Allergie gegen Korbblütler
– Gallensteinen
– Schwangeren, Stillenden und Kindern (es gibt zu wenig Untersuchungen zur Unbedenklichkeit)

Fertige Wermut-Produkt besitzen normierte Anteile der Inhaltsstoffe und genaue Dosierungshinweise. Für den “Kräuter-Laien” ist das die sicherste Quelle, um von der Heilkraft des Wermuts zu profitieren.


Anwendung in der Homöopathie

Als Absinthum ist der Wermut in der Homöopathie hauptsächlich als Globuli präsent. Er ist auch Bestandteil einiger homöopathischen Komplexmittel. Das Haupteinsatzgebiet ist das Nervensystem, z. B. bei Zuckungen, Schwindel, Zittern und epileptoid ähnlichen Krämpfen und Zuständen. In niedrigeren Potenzen wird Absinthum meistens bei Störungen der Verdauungsorgane eingesetzt.

Wermut (Artemisia absinthum)
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