Schlagwort: Naturheilkunde

Burnout

Hektik, Stress sowie Alltagssorgen tragen dazu bei, dass sich immer mehr Menschen unter einem inneren Druck befinden. Einige Betroffene können mit dieser Dauerbelastung gut leben und finden einen seelischen und körperlichen Ausgleich in ihren Freizeitaktivitäten. Anderen wiederum gelingt dieses Loslassen und Abschalten nicht mehr. Die ständige psychische Anspannung wird zu einer krank machenden Belastung, ein Zustand, der oftmals erst viel zu spät erkannt und wahrgenommen wird.

Wenn der Alltag krank macht

Mittlerweile empfindet sich jeder Dritte Deutsche einem stetigen Dauerdruck ausgesetzt. Gipfelt dieser in einer geistigen, körperlichen sowie emotionalen Erschöpfung, dann spricht man von einem Burnout. Die Ursachen der Überforderung können sehr vielfältig sein und entstehen oftmals aus familiären oder finanziellen Problemen sowie aus einer erhöhten Arbeitsbelastung heraus. Antidepressiva können zwar die Symptomatik etwas verbessern, so dass eine Alltagsbewältigung wieder möglich ist, jedoch bleibt die seelische, geistige Gesundung dabei auf der Strecke. Diese ist aber notwendig, um neben der körperlichen Kraft auch eine innere Wandlung, also ein Umdenken, zu erzielen. Die Naturheilkunde kann da eine gute Alternative zur herkömmlichen Medizin sein, denn Heilpraktiker sehen den Menschen als ganzheitliches Bild und bieten Begleitung in Veränderungs- und Konfliktsituationen an.

Neue Lebensansätze schaffen

Die Naturheilkunde kann auf bewährte Methoden zurückgreifen, die an Burnout Erkrankte auf den Weg der Heilung bringen können. In einfühlsamen Gesprächen mit dem Heilpraktiker wird der Lebenswandel der Betroffenen durchleuchtet und dabei konkret die Verhaltensweisen herausgefiltert, die letztendlich zur Überlastung führen. Zusätzlich sorgen vielfältige Entspannungsverfahren wieder für eine innere Ordnung und damit für eine Stabilität von Körper, Seele und Geist. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Behandlung kann auch der Einsatz von sanften pflanzlichen Arzneimitteln sein. Ist der Körper des Patienten durch die Krankheit sehr geschwächt, dann sind auch Injektionen mit Vitaminpräparaten und homöopathischen Komplexmitteln äußerst sinnvoll. Weiterhin kann die Gabe wirkungsvoller Homöopathika die beanspruchten Widerstandskräfte regenerieren und die Leistungsfähigkeit zusätzlich steigern.

Bärlauch in der Naturheilkunde und Homöopathie

Bärlauch in der Naturheilkunde und Homöopathie

Bärlauch, auch als Wilder Knoblauch oder Waldknoblauch bezeichnet, gilt als Heilkraut dem eine reinigende Wirkung nachgesagt wird. Schon die alten Germanen schätzten die stark nach Knoblauch riechende Pflanze, die auf natürlichem Weg gegen Verdauungsbeschwerden und Arteriosklerose hilft. In der Heilwirkung steht Allium ursinum dem echten Knoblauch in nichts nach, Bärlauch is auch in der Homöopathie sehr beliebt.

Unwohlsein und Stresssymptome mit Bärlauch lindern

Heilpraktiker sind mit den Anwendungsbereichen und Wirkungsmerkmale von Bärlauch, der in der Naturheilkunde als reines Kraut und in der Homöopathie größtenteils in Niedrigpotenz verwendet wird vertraut. Stressbedingte Blähungen, Durchfall und Verstopfung treten meist im ungünstigsten Moment auf, sodass schnelle Abhilfe wichtig ist. Hier kann der Bärlauch helfen und den Magen-Darm Trakt ohne Nebenwirkungen oder unerwünschte Begleiterscheinungen beruhigen. Auch bei Durchblutungsstörungen oder beginnender Arterienverkalkung erweisen sich die Wirkstoffe des Bärlauchs als hilfreich und können Folgeschäden vermeiden. Seelisch bedingte Hautausschläge können durch die nervenberuhigende Wirkung des Waldknoblauches gelindert werden. Das Wirkungsspektrum erstreckt sich nicht in erster Linie auf die körperlichen Symptome, sondern vor allem auf die nervliche Anspannung, durch die diese Symptome verursacht werden.

Bärlauch als Seelentröster und Nervenberuhiger

Während sich die alten Germanen auf den reinen Verzehr des Bärlauches beriefen, bietet die Heilkunde ganz unterschiedliche Bereiche der Anwendung. Bärlauch kann sowohl homöopathisch , als zubereiteter Tee oder Salatbeigabe, aber auch für die äußerliche Anwendung auf der Haut angewendet werden. Da die Pflanze im getrockneten Zustand ihre Wirksamkeit verliert, findet die Verarbeitung für eine naturheilkundliche Behandlung im frischen Zustand statt. Wenn Sie in Augsburg nach Bärlauch suchen werden Sie sicher fündig. Durch Stress verursachte Verdaungsprobleme lassen sich ganz ohne Nebenwirkungen mit Bärlauch lindern, vertraut man auf die Kraft der Heilpflanze und überzeugt sich von der wohltuenden Wirkung des Bärlauches. Die Heilkraft ist unumstritten, auch wenn Bärlauch in der Schulmedizin keine Verwendung findet. In der Behandlung nervöser Gemütszustände oder bei Verdauungsstörungen wird Allium ursinum hingegen durch seine Wirksamkeit häufig eingesetzt.

Efeu in der Naturheilkunde

Nutzen von Efeu in der Naturheilkunde

Der gemeine Efeu, Hedera helix, trägt den stolzen Titel “Arzneipflanze des Jahres 2010”. Als rankendes, immergrünes Schattengewächs ist er fast in ganz Europa verbreitet. Alle Pflanzenteile gelten als mehr oder weniger giftig. Doch in geringen Dosen leistet er Heil bringende Wirkung bei Erkältungskrankheiten, besonders Erkrankungen der Atemwege. Heilpraktiker  setzen ihn gelegentlich auch äußerlich und als homöopathisches Mittel ein.

Inhaltsstoffe

Der Efeu gehört zur Familie der Araliengewächse. Der höchste Anteil an Giftstoffen befindet sich in den Beeren. Therapeutisch eingesetzt werden nur die getrockneten Blätter (Hederae helicis folium). Sie enthalten einen hohen Anteil Triterpensaponine. Diese besitzen oberflächenaktive Eigenschaften und wirken in Hustensaft, -tropfen oder als Tee schleimlösend, Auswurf fördernd und krampflösend.

Aufgrund der giftigen Eigenschaften sollten Sie bei der inneren Anwendung von Efeu auf die fertigen Produkte zurückgreifen. Wer sich die Seifenanteile (Saponine) von Efeu zunutze machen möchte, kann sich selbst ein Spül- und Waschmittel aus Efeublättern, Waschsoda und Wasser zusammenmischen. Auch als sanftes Pflanzenschutzmittel leistet Efeu gute Dienste. Doch vorsichtig beim Pflücken der Blätter, manche Menschen reagieren bei Kontakt allergisch auf den Wirkstoff Falcarinol.

Anwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Als bewährtes, pflanzliches Mittel wird Efeu heute sowohl in der Schulmedizin wie auch von Heilpraktikern bei obstruktiven Atemwegserkrankungen (z. B. Asthma bronchiale) therapeutisch eingesetzt.
In der Heilkunde kommt ein kalter Efeuauszug manchmal noch äußerlich zur Anwendung, als Kompresse bei Cellulite oder als Essigauflage bei Hühneraugen.

Anwendung in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Hedera Helix wird aus den jungen, verholzten Trieben des Efeus hergestellt. Meistens kommen die Potenzen D12, D30 und C30 zum Einsatz. Die häufigsten Anwendungsbereiche sind:

– Erkältungskrankheiten
– Bronchitis
– Emphysem
– Asthma bronchiale
– Gallenblasenentzündungen
– Gallensteinen
– Gelenkrheuma
– Struma (Kropf)

Die Verschreibung von Hedera helix erfolgt, wie immer in der Homöopathie, jeweils unter Berücksichtigung der passenden Symptome und Modalitäten zu diesem Mittel.

Wermut (Artemisia absinthum)

In der Natur fällt das unscheinbare Wermutkraut kaum auf. Seine kleinen, gelbweißen Knopfblüten und das graugrüne Blattwerk verzaubern nicht gerade die Sinne. Die Inhaltsstoffe haben es dafür in sich. Bekannt ist der Wermut hauptsächlich durch diverse alkoholische Getränke und seine anregende Wirkung auf die Verdauung. Artemisia absinthum, auch bitterer Beifuß genannt, gehört zur Familie der Korbblütler.


Inhaltsstoffe

Die wirksamen Inhaltsstoffe finden sich in den Blättern und Blüten des Wermuts. In der Vollblüte ist die Konzentration der Stoffe am höchsten:

Ätherische Öle
– Thujon
– Artemisinin
Bitterstoffe
– Absinthin
– Absintholid
– Isoabsinth
– Artenolid
– Artanolid
– Pharsin B, C
Phenolcarbonsäuren (Kaffeesäure)
Cumarine

Anwendung in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Die Pflanzenheilkunde nutzt in der Hauptsache die anregende Wirkung der Bitterstoffe auf die Verdauungsorgane. Als Kräuteraufguss, Extrakt, Tinktur oder Fertigarzneimittel (Dragees, Kapseln) wird Wermut eingesetzt bei:

– Gallenleiden (eingeschränkte Funktion, Schmerzen)
– Völlegefühl
– Appetitlosigkeit
– Blähungen
– eingeschränkter Magensaftfluss
– gegen Parasiten (Würmer, Bakterien)
– schlecht heilende Wunden (äußerlich)
– Hautflechten äußerlich)
– Insektenstichen (äußerlich)

Wermut ist Bestandteil zahlreicher Magenbitter-Spirituosen. Als solcher wirkt er zugleich antimikrobiell, entzündungshemmend und sekretionsfördernd.


Die Nebenwirkungen von Artemisia absinthum

Bei vorgeschriebener Dosierung sind keine Nebenwirkungen bekannt. Bei einer Überdosierung kann es jedoch zu erheblichen Vergiftungserscheinungen kommen. Thujon, ein Bestandteil der ätherischen Öle, ist ein Nervengift. Es kann diverse Krämpfe und zentralnervöse Störungen hervorrufen.
Vorsicht ist geboten bei:

– Allergie gegen Korbblütler
– Gallensteinen
– Schwangeren, Stillenden und Kindern (es gibt zu wenig Untersuchungen zur Unbedenklichkeit)

Fertige Wermut-Produkt besitzen normierte Anteile der Inhaltsstoffe und genaue Dosierungshinweise. Für den “Kräuter-Laien” ist das die sicherste Quelle, um von der Heilkraft des Wermuts zu profitieren.


Anwendung in der Homöopathie

Als Absinthum ist der Wermut in der Homöopathie hauptsächlich als Globuli präsent. Er ist auch Bestandteil einiger homöopathischen Komplexmittel. Das Haupteinsatzgebiet ist das Nervensystem, z. B. bei Zuckungen, Schwindel, Zittern und epileptoid ähnlichen Krämpfen und Zuständen. In niedrigeren Potenzen wird Absinthum meistens bei Störungen der Verdauungsorgane eingesetzt.

Wermut (Artemisia absinthum)